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Projektbeispiel International

Hund, Katz & Co. vermindern Stress

Dr. Karen Allen von der Medizinischen Fakultät der University of New York untersuchte den Einfluss von Haustieren in Stresssituationen und kam zu einem verblüffenden Ergebnis: Während die Anwesenheit des Ehepartners den Stress noch erhöhte, übten Hund, Katz' und Co. einen beruhigenden Einfluss auf die Testpersonen aus.

Vielfältige positive Wirkungen: Dass Haustiere positiv auf die menschliche Gesundheit wirken, weiß man schon seit längerem: So haben verschiedene Untersuchungen gezeigt, dass Tierhalter nach einem Herzinfarkt eine größere Überlebenschance haben; Risikofaktoren wie Cholesterinwerte sind bei Tierbesitzern niedriger als bei Menschen ohne Tier; in Alters- und Pflegeheimen sinkt durch die Anwesenheit von Tieren der Medikamentenverbrauch; und sogar das Wohlbefinden von Alzheimer-Patienten kann durch vierbeinige „Co-Therapeuten" gesteigert werden.

Wirkungsweise noch ungeklärt: Über die Mechanismen, wie diese Wirkung zustande kommt, ist aber noch wenig bekannt. Ein Erklärungsmodell geht davon aus, dass negative Auswirkungen von Stress auf das Herz-/Kreislaufsystem durch die Anwesenheit von Tieren gemildert werden können. Um diese These zu überprüfen, hat Dr. Karen Allen 60 Testpaare mit Hund oder Katze sowie - als Kontrollgruppe - 60 Testpaare ohne Tier in Stress- und Ruhesituationen auf Pulsfrequenz und Blutdruckwerte untersucht - und ist dabei zu erstaunlichen Ergebnissen gelangt.

Vierbeinige „Stresslöser": Alle Teilnehmer wurden psychologischen Stresstests (fünf Minuten Kopfrechnen) sowie physischen Belastungsproben (zwei Minuten lang die Arme in Eiswasser halten) unterzogen. Die Tests wurden - in zufälliger Reihenfolge - in unterschiedlichen Situationen wiederholt:

  • allein
  • mit Unterstützung des Ehepartners
  • mit Unterstützung des Haustieres (oder eines Freundes bei den Nichttierbesitzern)
  • mit Ehepartner und Tier (bzw. mit Ehepartner und Freund bei den Nichttierbesitzern)


Zwischen den Stresssituationen gab es jeweils 15-minütige Ruhepausen. Die Untersuchungen fanden in der natürlichen Umgebung der Testpersonen statt, Hunde und Katzen waren jeweils ihre eigenen. Faktoren wie Einkommen, Alter, Gewicht, Anzahl der Kinder oder Bildungsgrad waren bei beiden Gruppen vergleichbar. Die Fragestellung lautete, ob (und wie) sich die Anwesenheit von Haustieren im Vergleich zu menschlicher Unterstützung auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt.

Beste Unterstützung durch Hund und Katze: Es zeigte sich, dass bei der geistigen Anspannung durch Kopfrechnen Puls und Blutdruck in Anwesenheit des Ehepartners am stärksten nach oben schnellten. Die Eiswassertortur hingegen bewältigten die Testpersonen allein am schlechtesten; hier brachte auch die Anwesenheit des Ehepartners eine Verbesserung. Die weitaus beste Unterstützung in beiden Fällen gaben jedoch Hund und Katze. Für die Ergebnisse beim Rechnen gibt es eine einfache Erklärung: Vor einem menschlichen Beobachter - und speziell vor dem eigenen Partner - will man sich in einer solchen Situation nicht blamieren, was natürlich den Stress erhöht. Dem Tier hingegen ist die geistige Leistungsfähigkeit seines Besitzers gleichgültig, für die Beziehung zählen hier ganz andere Werte.

Generell weniger Stress bei Tierbesitzern: Schwieriger zu erklären sind hingegen die Resultate des Eiswassertests; denn auch hier brachte der Beistand des Tieres bessere Ergebnisse als jener des menschlichen Partners. Allerdings gab es bei diesem Test noch ein weiteres interessantes Ergebnis: Die Tierbesitzer zeigten durchgängig (auch wenn das Tier gar nicht anwesend war) geringere Stressreaktionen als die Nichttierbesitzer. Dies bestätigt die Resultate früherer Studien, wonach Tierbesitzer bei gesundheitsrelevanten Faktoren (wie etwa dem Cholesterinspiegel im Blut) besser abschneiden als Menschen ohne Tier.

Raschere Erholung: Interessante Ergebnisse brachte auch die Beobachtung der Erholungsphase nach dem psychologischen Stress; viele Wissenschafter geben diesen Werten mehr Gewicht als jenen, die während der Stressphase selbst gemessen werden. Die Tierbesitzer erholten sich wesentlich rascher von der Belastung als die Nichttierbesitzer (und zwar nicht nur dann, wenn das Tier dabei war). Auch in Anwesenheit des Ehepartners regenerierten sich die Tierbesitzer innerhalb von fünf Minuten, während die Nicht-Tierbesitzer deutlich länger brauchten.

Tiere reduzieren auch „PartnerStress": Nach den Ergebnissen der Studie von Dr. Allen sollte man schwierige Arbeiten also nicht in Anwesenheit des Ehepartners durchführen, sondern lieber allein. Noch besser geht es allerdings mit dem Haustier. Doch auch der „Stressfaktor" Ehepartner wird durch die Anwesenheit des vierbeinigen Hausgenossen messbar gemildert. Bei der Vorstellung ihrer Studie richtete Dr. Allen daher auch einen zwar nicht ganz ernst gemeinten, im Kern aber schlüssigen Rat an die Zuhörer: „Wenn Sie schon heiraten, sollten Sie sich zugleich auch ein Haustier anschaffen!"




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