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Projektbeispiele sterreich

1. Partner-Hunde Österreich

Ausbildungszentrum „Partner-Hunde Österreich / Assitance Dogs Europe": Im Jahr 1990 wurde mit Unterstützung des IEMT und des Hauptsponsors Pedigree (bis 2002 der Schwestermarke Chappi) das Ausbildungszentrum „Partner-Hunde" in der Nähe von Salzburg gegründet. Bereits mehr als 200 Hunde wurden seither ausgebildet. Geleitet wird das Zentrum, das als eine von 22 Schulen weltweit das Gütesiegel des Internationalen Dachverbandes der Assistenzhunde verliehen bekommen hat, von der Biologin und Hundeexpertin Elisabeth Färbinger.

Lebenshilfe für Behinderte: Der gemeinnützige Verein Partner-Hunde Österreich stellt für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen (Rollstuhlfahrer, Gehörlose, Diabetiker, Epileptiker) speziell ausgebildete Hunde zur Verfügung. Wer behindert ist, hat es schwer genug. Sich nicht selbst helfen zu können, von anderen abhängig zu sein, macht die Behinderung noch schwerer erträglich. In Österreich werden daher seit den 90ern Hunde als Helfer für Behinderte eingesetzt. Die treuen Vierbeiner können und sollen menschliche Unterstützung und Zuwendung nicht ersetzen, ihre Dienste verhelfen aber dem menschlichen Partner rund um die Uhr zu mehr Unabhängigkeit und Lebensqualität.

Werdegang der Hunde: Zum Einsatz kommen Labrador Retriever, Mischungen aus Labrador Retriever x Golden Retriever, Kurzhaar Collie, Königspudel und andere). Gezüchtet wird im Zentrum selbst. Nach dem Absetzen von der Mutter verleben die Welpen ihr erstes Jahr bei einer Patenfamilie; dort werden sie zum freundlichen, charakterlich gefestigten Familienhund erzogen, lernen aber auch schon die ersten Grundbegriffe ihrer späteren Aufgaben. Diese Phase ist besonders wichtig, da sie den Hund fürs Leben prägt. Mit rund 14 Monaten kehren die Junghunde ins Ausbildungszentrum zurück und werden dort zum Partner-Hund ausgebildet. Die Ausbildung jedes einzelnen Hundes wird bereits individuell auf die Bedürfnisse seines späteren menschlichen Partners ausgerichtet.

Einschulung und Nachbetreuung: Ist die Ausbildung des Hundes beendet, folgt die Einschulung gemeinsam mit seinem zukünftigen Besitzer. Zehn Tage lang lernen beide im Ausbildungszentrum, sich miteinander zu verständigen. Selbstverständlich bleiben die neuen Besitzer auch weiterhin in engem Kontakt mit dem Zentrum, das ihnen in allen Fragen - etwa bezüglich Ernährung oder Gesundheitsvorsorge für den Hund - jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht.

Anschaffung eines Partner-Hundes: Wenn Sie sich näher über Partner-Hunde und die Möglichkeiten, zu einem solchen Hund zu kommen, informieren wollen, klicken Sie bitte hier.

2. Bessere Integration von Schulkindern

Mit Unterstützung des Stadtschulrates für Wien konnte an der Europa-Volksschule in Wien eine richtungweisende Studie durchgeführt werden. In diesem Forschungsprojekt wurden die Effekte von Hunden auf eine Klassengemeinschaft von Kindern, die aus verschiedenen Kulturkreisen stammen, am Beispiel einer 1. Klasse untersucht. Das überaus positive Ergebnis überraschte auch die zunächst eher skeptischen Wissenschaftler. Die Studie wurde auf der 9. Internationalen Konferenz über die Mensch-Tier-Beziehung in Rio 2001 präsentiert.

Die erste Datenerhebung erfolgte zu Beginn des Sommersemesters 2000, einerseits in dieser Schulklasse und andererseits in einer vergleichbaren Klasse dieser Schule. Während des Semesters wurde die Klassenlehrerin von einem ihrer geprüften Therapiehunde begleitet. Dreimal pro Woche wurde für jeweils eine Stunde das Verhalten der Kinder durch Videoaufzeichnung dokumentiert. Am Ende des Semesters erfolgte eine zweite Datenerhebung (wieder in der Untersuchungsklasse und der Kontrollklasse).

Bei den beiden Datenerhebungen zu Beginn und zum Ende des Semesters wurden die Kinder mittels anerkannter psychologischer Testverfahren befragt. Diese wurden von einer Forschungsgruppe des Instituts für Psychologie unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Giselher Guttmann durchgeführt. Die Auswertung der Videofilme erfolgte mittels Verhaltensbeobachtung durch Mag. Brita Ortbauer (damals Diplomandin am Institut für Zoologie der Universität Wien) betreut von ao.Univ.-Prof. Dr. Kurt Kotrschal.

Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung sind:

  1. Die Kinder zeigen gesteigertes Interesse an Hunden und Tieren im allgemeinen und verlieren  die anfängliche Scheu.
  2. Das Klassenklima verbessert sich, die Schulzufriedenheit erhöht sich: Die Kinder gehen mit mehr Freude zur Schule (18 von insgesamt 21 Kindern gehen lieber in die Schule, seitdem die Hunde da sind).
  3. Die Kinder verfolgten den Unterricht zusehends aufmerksamer und verhielten sich deutlich ruhiger (womit das Vorurteil widerlegt werden konnte, dass Schüler durch den Hund abgelenkt werden).
  4. Das Aggressionspotential nahm signifikant ab.
  5. Verhaltensextreme wurden geglättet: Besonders lebhafte und lästige Kinder wurden deutlich ruhiger und ausgeglichener, besonders ruhige Kinder traten mehr aus sich heraus und konnten sich zunehmend sozial integrieren.
  6. Positive Verhaltensänderungen zeigten sich geschlechtsspezifisch unterschiedlich: Vor allem Buben profitieren verstärkt vom Hund in der Klasse: Negative Verhaltensänderungen konnten nicht festgestellt werden.
  7. Die Kinder entwickeln die Fähigkeit zur Empathie, einem Schlüsselfaktor sozialer Integration.
  8. Die Kinder wurden feldunabhängiger; sie steigerten die Fähigkeit, selbständig ein Urteil zu fällen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Hunde in der Klasse bedeutende Katalysatoren für die Entwicklung von Sozialverhalten und der sozialen Integration in Gruppen sind.




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