Weg mit dem Speck! Wenn Hund und Katze "gewichtig" werden

Jeder dritte Hund und jede dritte Katze leiden heutzutage an Übergewicht. Ursache dafür ist meistens falsche Ernährung. Das Zuviel auf den Rippen ist - wie beim Menschen - nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern beeinträchtigt auch das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere.

Zu viel oder ungeeignetes Futter sowie ein Zuviel an Leckerlis (wer kennt nicht die treuherzigen Bettelblicke zu Weihnachten, die jedes einzelne Vanillekipferl bis tief in unseren Magen verfolgen) führt dazu, dass das Tier mehr Energie aufnimmt, als der Körper verbraucht. Und das wird in Form von Fett gespeichert. Das kommt wohl den meisten von uns ebenfalls bekannt vor!

Hat mein Tier Übergewicht?
Wie erkennt man nun, ob der vierbeinige Hausgenosse "zu viel auf die Waage bringt"? Ganz einfach: Wenn die Rippen beim Streicheln über den Brustkorb nicht mehr zu fühlen sind, dann ist Abspecken angesagt. Aber auch, wenn die Bewegungsfreude Ihres Tieres abnimmt oder das Tier schnell außer Atem kommt, sind meist überflüssige Kilos die Ursache.

Übergewichtige Tiere neigen öfter zu Erkrankungen, ihre Lebenserwartung kann sich entsprechend verkürzen. Das Zuviel auf den Rippen bedeutet eine zusätzliche Belastung für Knochen und Gelenke und kann außerdem zu schweren Erkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf- und Leberkrankheiten, aber auch Bandscheibenprobleme und Hüftgelenksveränderungen) führen.

So wiegen Sie Ihr Tier
Die wenigsten Hunde und Katzen bleiben ruhig auf einer Waage stehen. Da hilft folgender Trick: Stellen Sie sich zunächst ohne Tier auf die Waage, dann mit dem Tier auf dem Arm, oder holen Sie das Tier zu sich auf die Waage. Die Differenz der angezeigten Kilos entspricht dem Gewicht Ihres Vierbeiners.

Die nachfolgende Tabelle zeigt das Normalgewicht einiger Rassen (wobei die jeweilige Rasse stellvertretend für andere Hunde und Katzen derselben Größe und Statur gelten kann).

Hunderasse (Durchschnitts-Gewicht in kg)
  • Yorkshire Terrier 2,5 - 3,2
  • Zwergdackel 3,5 - 4,0
  • Zwergpudel 5,0 - 5,2
  • Langhaardackel 8,6 - 9,0
  • Deutscher Schäferhund 32,0 - 34,0
  • Golden Retriever 28,0 - 35,0
Katzenrasse
  • Hauskatze 2,5 - 4,5
  • Perser 3,0 - 5,0
  • Siam 3,5 - 5,5
Das richtige Maß für Katzen -
der Feline Body Mass Index®

Im Waltham-Zentrum, der Weltautorität für Heimtierhaltung und -ernährung in Großbritannien, wurde für Katzen ein Körpermasse-Index (Feline Body Mass Index, FBMI®) entwickelt. Dank dieses Verfahrens kann mittels zweier einfacher Körpermessungen das Verhältnis von Fett- und Muskelgewebe abgeschätzt und Übergewicht frühzeitig erkannt werden. Dabei wird der Rippenbogenumfang der neunten Rippe (Fettauflage) zum Schienbein-Index-Maß in Beziehung gesetzt. Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt können diese Untersuchung bei Ihrem Tier sehr einfach durchführen und bei Übergewicht einen entsprechenden Ernährungsplan festlegen. Für Ihre Katze (oder auch für Ihren übergewichtigen Hund) werden ein individuelles Zielgewicht und ein realistischer Zeitplan festgelegt, innerhalb dessen das Normalgewicht erreicht werden soll (in der Regel zwischen 6 und 12 Wochen). Zusätzlich hilft spezielle kalorienreduzierte, hochwertige Diätnahrung Ihrem vierbeinigen Liebling beim Abspecken - vorausgesetzt, Sie haben die Konsequenz, den sicher heftigen Bettelblicken zu widerstehen!

Was Sie sonst noch tun können
Steigern Sie die Bewegung Ihres Vierbeiners - gehen Sie mit Ihrem Hund öfter und länger spazieren als bisher. Walken oder joggen Sie mit ihm - das tut Mensch und Tier gut, und zu zweit macht's auch richtig Spaß. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt, welches Maß an Bewegung für Ihren Vierbeiner angebracht ist.

Spielen Sie mit Ihrer Katze bewusst länger und intensiver. Stellen Sie ihr zum Beispiel den Topf mit Katzengras möglichst weit weg vom Futternapf und die Wasserschüssel ebenfalls in eine entfernte Ecke des Reviers - dann muss sich Ihr Zimmertiger schon mehr bewegen, um an seine Nahrung zu kommen.

Teilen Sie die Futterration der Abmagerungsdiät in drei Teile und füttern Sie das auf Diät gesetzte Tier zwei- bis dreimal täglich zu regelmäßigen Zeiten, und nicht gemeinsam mit anderen Heimtieren (schon gar nicht, wenn diese nicht auf Diät sind).

Bleiben Sie stark, wenn Ihr Liebling hungrig zu sein scheint oder Sie anbettelt (und das wird er sicher tun!). Lenken Sie das Tier durch ein fröhliches Spiel ab oder schenken Sie ihm eine Extraportion Streicheleinheiten oder Fellpflege.

Wiegen Sie Ihren Vierbeiner regelmäßig und tragen Sie das Gewicht zur Kontrolle auf einer Tabelle ein, damit Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt beim nächsten Besuch den Verlauf der Gewichtsreduktion kontrollieren kann.

Das Ergebnis: gesund und fit!
Geschafft! Wenn Sie diese Tipps befolgen, haben Sie bald wieder einen gesunden, munteren und schlanken vierbeinigen Hausgenossen an Ihrer Seite. Damit das auch so bleibt, machen Sie auch weiterhin ausreichend Bewegung mit Ihrem Tier und füttern Sie es mit hochwertiger Markennahrung (oder speziellen "Light"-Produkten). Achten Sie auf die Produktbeschreibungen - Sie finden für jeden Bedarf das richtige Futter in der richtigen Zusammensetzung: für junge, heranwachsende und alte Tiere, bewegungsfreudige und -faule Tiere, Arbeitshunde, kranke Tiere etc.

Kostenlose Broschüren zum Thema "Runter mit den Kilos" und "Übergewicht bei Hund und Katze" können Sie bei der Waltham®-Hotline (zum Ortstarif) anfordern: 0810/820 80 48,

Mo - Do 16.30 - 20.30 Uhr und Mi von 8.00 - 12.00 Uhr

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