Kinder mit Haustieren leben gesünder
Kinder, die mit Hund, Katz & Co. leben, haben ein stärkeres Immunsystem
und werden daher seltener krank. Zu diesem Ergebnis kamen englische Wissenschaftler
von der University of Warwick in Coventry unter der Leitung von June McNicholas.
Die Forscher testeten im Speichel von 138 Kindern die Menge von Immunglobulin
A (IgA), einem Indikator für die Stärke des Immunsystems. Die
Wissenschafter untersuchten auch, wie oft Kinder, die Haustiere haben, krankheitsbedingt
in der Schule fehlen, und verglichen die Ergebnisse mit den Daten von Kindern,
die kein Tier zu Hause haben.
"Das Halten von Tieren ließ sich nicht nur mit einem stabileren
Immunsystem, sondern auch konkret mit einem besseren Unterrichtsbesuch verbinden,"
so die Psychologin McNicholas. "Dies war in allen Altersklassen so,
besonders aber in der Grundschule." Dort fehlten die Kinder, die zu
Hause ein Tier hatten, pro Jahr um durchschnittlich neun Tage weniger als
ihre tierlosen Klassenkollegen.
Hund und Katze bringen den Kindern aber auch psychologische Vorteile: 85
Prozent der befragten Kinder aus Familien "mit Tier" spielen in
ihrer Freizeit regelmäßig mit dem vierbeinigen Kameraden - was
von Pädagogen als wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit
angesehen wird. Jedes dritte Kind wendet sich dem Tier zu, wenn es unglücklich
ist oder wenn es Streit in der Familie gibt.
Zwar könnten Tiere auch Krankheiten übertragen, so McNicholas,
doch ließe sich das durch vernünftige Vorsorgemaßnahmen
- vor allem regelmäßige Untersuchungen des Vierbeiners durch
einen Tierarzt - leicht vermeiden: "Unsere Ergebnisse deuten darauf
hin, dass insgesamt die Vorteile ganz klar überwiegen."
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