Alten Freunden zuliebe!

Auch vierbeinige Senioren brauchen verstärkte Betreuung und Zuwendung.

Man sieht es ihnen vielleicht nicht gleich an - aber auch Hund, Katz und Co. haben geänderte Bedürfnisse, wenn sie in die Jahre kommen. Mit gezielter Pflege, altersgerechter Ernährung und regelmäßiger Gesundheitsvorsorge kann man mithelfen, seinem vierbeinigen Freund Lebensqualtität und Wohlbefinden bis ins hohe Alter zu bewahren.

Unsere Heimtiere leben heute länger als noch vor wenigen Jahren. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Hunden liegt zur Zeit bei 11,6 Jahren. Katzen werden im Durchschnitt zehn Jahre alt. Gründe für diese erfreuliche Entwicklung sind - ebenso wie bei uns Menschen - die bessere medizinische Versorgung und das gestiegene Ernährungsbewusstsein: Regelmäßige Gesundheitsvorsorge und ausgewogene Ernährung (eigens gekaufte, artgerechte Tiernahrung an Stelle der früher üblichen "Restlverwertung") bescheren auch unseren vierbeinigen Mitbewohnern ein längeres Leben und mehr Lebensqualität.

Der Alterungsprozess wird sowohl durch Erbfaktoren als auch durch äußere Einflüsse bestimmt und hängt unter anderem von Rasse, Größe, Ernährung und Haltung des Tieres ab. Bei Hunden gilt die Faustregel, dass kleine Rassen ab dem 7. Lebensjahr, mittlere und große ab dem 7. - 9. Lebensjahr und Riesenrassen ab dem 6. Lebensjahr als Senioren einzustufen sind. Bei Katzen beginnt diese Lebensphase in der Regel mit dem 8. - 10. Lebensjahr.

Diese Zahlen sind natürlich nur Richtwerte, denn Altern ist wie bei uns Menschen ein Vorgang, der beim einzelnen Individuum früher oder später beginnt und mehr oder weniger rasant verläuft.

Erste Anzeichen des Alters bei Katzen...
Im Gegensatz zum Menschen, dessen Haar mit den Jahren grau wird, verändert sich eine Katze rein äußerlich im Alter kaum. Dennoch gibt es natürlich Anzeichen, die Hinweise auf den Beginn des Alterungsprozesses geben. Die Katze wird ruhiger, sie ist gelassener, meist nimmt das Schlaf- und Ruhebedürfnis zu und der Bewegungsdrang ab. Oft werden Katzen mit den Jahren anhänglicher, in sehr hohem Alter dann wieder zurückhaltender.

Die älteste Katze, die glaubhaft registriert wurde, war "Ma". Sie lebte Mitte des 20. Jahrhunderts im britischen Devonshire und wurde stolze 34 (!) Jahre alt (Guiness-Buch der Rekorde 1997).

Extra-Tipp für Minki:
Meist verlieren Katzen im hohen Alter ihren Appetit. Manchmal sind entzündetes Zahnfleisch oder Zahnschmerzen der Grund, oft aber liegt es daran, dass Geruchs- und Geschmackssinn nachgelassen haben. Folgende Tricks können helfen, den Appetit Ihrer Katze wieder anzuregen:
  • mehrmals täglich kleine Portionen anbieten
  • Futter auf Körpertemperatur anwärmen, das Aroma entfaltet sich so besser
  • gesunden Katzen einige Tropfen Speiseöl aufs Futter geben - Fett verstärkt den Geschmack
...und bei Hunden
Der Hund wird insgesamt ruhiger, er ist gelassener, weniger gelehrig, das Schlaf- und Ruhebedürfnis nimmt zu. Sinneswahrnehmungen wie Sehfähigkeit, Gehör, Geruch und Geschmack lassen nach. Der Bewegungsdrang nimmt ab, der Gang wird steifer, das Aufstehen und Hinlegen fällt schon schwer. Die Haare, besonders um Schnauze und Augen herum, werden grau und das Fell verliert an Glanz.

Extra-Tipp für Bello:
Ähnlich wie bei uns Menschen verschiebt sich auch beim Hund im Alter das Verhältnis von Muskel- zu Fettgewebe. Dieser altersbedingte Rückgang der Muskulatur läßt sich mit viel Bewegung aufhalten. Spaziergänge, nicht zu lange, dafür aber mehrmals am Tag erhalten möglichst viel Muskelgewebe. Dadurch - und durch bedarfsgerechte Ernährung - verhindert man auch, dass Bello zu dick wird.

Der beste Beweis: "Bluey", ein australischer Hirtenhund, der fast 20 Jahre lang Schafe gehütet hat und mit 29 Jahren und 5 Monaten der älteste Hund der Welt war (Guiness-Buch der Rekorde 1997).

Damit es Minki und Bello auch im Alter gut geht, hat das Team des Waltham-Zentrums, Weltautorität für Heimtierhaltung und -ernährung, ein umfangreiches Programm für mehr Lebensqualität älterer Heimtiere zusammengestellt, das im wesentlichen aus folgenden Komponenten besteht.

Zuwendung und Beschäftigung: Schenken Sie Ihrem Vierbeiner viele Streicheleinheiten, ergreifen Sie die Initiative für gemeinsame Spiele und gehen Sie mit Ihrem Hund regelmäßig spazieren.

Pflege und Bewegung: Gehen Sie altersgerecht auf Leib und Seele Ihrer Katze oder Ihres Hundes ein und stellen Sie das Pflege- und Bewegungsprogramm auf die veränderten Bedürfnisse Ihres Lieblings um.

Ernährung: Wählen Sie ein Futter, das speziell auf den Bedarf älterer Katzen oder Hunde abgestimmt ist. Am besten fragen Sie Ihren Tierarzt, welches Futter für Ihr Tier am besten geeignet ist (bei Altersschwäche und Erkrankungen sollte eine entsprechende Diätnahrung gefüttert werden).

Altersvorsorge und medizinische Versorgung: Gehen Sie mit Ihrem Tier ein- bis zweimal pro Jahr zu einer Vorsorgeuntersuchung und beraten Sie sich mit Ihrem Tierarzt, welche medizinischen Maßnahmen vorbeugend oder aber zur Behandlung Ihres in die Tage gekommenen Vierbeiners empfehlenswert sind.

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