Zehn "Futtersünden" machen Hund und Katze krank

Hier die zehn häufigsten Fehler, die Tierbesitzern bei der Ernährung ihrer vierbeinigen Hausgenossen unterlaufen - und wie man es richtig macht.

"Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen" - diese Weisheit gilt auch für unsere Heimtiere: Richtige Ernährung ist auch bei Hund und Katze die Basis für ein langes und unbeschwertes Leben. An sich ist das richtige Füttern keine Hexerei; dennoch machen Tierbesitzer immer wieder Fehler, die bei den Vierbeinern im Laufe der Jahre zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen können. Die folgenden zehn "Ernährungssünden" werden am häufigsten begangen; wer sie vermeidet, hat schon (fast) alles fürs Wohlbefinden seines Vierbeiners getan.

1. Füttern, "wenn ich gerade Zeit habe"
Jeder Organismus braucht einen regelmäßigen Rhythmus: Auch bei Hund und Katze stellt sich der Körper auf bestimmte Fütterungszeiten ein. Wer wahllos über den Tag verteilt füttert, bringt den Stoffwechsel in Unordnung. Hunde sollten ein- bis zweimal täglich gefüttert werden, Katzen zweimal - und das - soweit möglich - immer zur gleichen Zeit.

2. Übrigbleibsel vom Mittagstisch
Was dem Menschen schmeckt, tut Hund und Katze meist gar nicht gut. Unsere Heimtiere brauchen Futter, das auf ihre speziellen Bedürfnisse abgestimmt ist, "Vermenschlichung" beim Füttern führt zu Fehlernährung. Reste von menschlichen Mahlzeiten und vor allem stark gewürzte Gerichte machen Hund und Katze krank.

3. Saftige Bissen für "Fleischtiger"
Weder Hund noch Katze sind reine Fleischfresser: Auch ihre wilden Vorfahren nahmen - mit dem Magen- und Darminhalt ihrer Beutetiere - immer pflanzliche Nahrung zu sich. Reine Fleischernährung führt sowohl bei Hunden als auch bei Katzen zu schweren Mangelerscheinungen; fertiges Alleinfutter enthält daher neben Fleisch auch pflanzliches Beifutter und die Nahrungsbestandteile Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe im genau richtigen Maß.

4. Gleiches Menü für Hund und Katze
Hunde und Katzen sind grundverschieden - auch was die Ernährung betrifft. Keinesfalls dürfen Katzen mit Hundenahrung gefüttert werden oder umgekehrt. Denn Katzen brauchen einen höheren Eiweißgehalt, Hunde einen höheren Kohlenhydratgehalt im Futter. Bekommen beide Tierarten nicht die richtige, auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Nahrung, werden sie krank.

5. Futter "ganz frisch" aus dem Kühlschrank
Vor allem in der warmen Jahreszeit ist es natürlich wichtig, das Futter für den Vierbeiner so aufzubewahren, dass es nicht verdirbt. Doch "frisch aus dem Kühlschrank" darf nicht gefüttert werden: Kaltes Futter kann zu Durchfall und Magenproblemen führen. Außerdem schmeckt es nicht - Aromastoffe entfalten sich erst, wenn die Mahlzeit "zimmerwarm" ist.

6. "Gustostückerln" und Süßigkeiten
Wer dem treuherzigen "Bettelblick" nicht widersteht und sein Tier mit Leckerbissen vom eigenen Teller oder gar aus der Bonbonniere verwöhnt, tut ihm in Wahrheit nichts Gutes: Erstens sind menschliche Speisen für Hund und Katze ungesund, zweitens werden sie so zum Betteln erzogen - was mit der Zeit auch ganz schön lästig werden kann. Um seinem Vierbeiner eine Freude zu machen, gibt es spezielle Hunde- bzw. Katzen-Snacks. Die schmecken und sind obendrein gesund.

7. Milch im Trinknapf
Das richtige Getränk für Hund und Katze ist frisches, nicht zu kühles Wasser. Normale Milch wird von vielen Tieren schlecht vertragen, sie können davon Durchfall bekommen. Für Katzen - die oft gerne Milch trinken - gibt es aber speziell zusammengesetzte "Cat-Milk", die den Zimmertigern schmeckt und ihren Ernährungsbedürfnissen entspricht.

8. Soviel Futter, "wie meinem Tier eben schmeckt"
Dass Tiere genau wissen, wieviel Futter ihnen guttut, stimmt nur bedingt. Manche Katzen und speziell Hunde können nie genug kriegen, andere wieder lassen sich nur durch ausgesuchte Köstlichkeiten zum Fressen animieren. Die Mengenangaben auf den Futterpackungen sind da eine wichtige Orientierungshilfe - die genaue Dosierung muss man aber individuell erarbeiten: Lässt das Tier etwas stehen, kürzt man die nächste Mahlzeit entsprechend; ist es offensichtlich noch hungrig, fügt man eine kleine Menge zu.

9. Täglich das Gleiche
Jeden Tag die Lieblingsspeise, das hält auch ein menschlicher Feinschmecker nicht aus. Auch Tiere lieben Abwechslung beim Fressen und die breite Palette an Fertigfutter macht die Auswahl leicht. Berücksichtigen sollten verantwortungsvolle Tierbesitzer auch das Alter ihres Vierbeiners: Ältere Tiere haben andere Ernährungsansprüche als junge, ihr Verdauungsapparat funktioniert vielleicht nicht mehr so gut - nicht anders als bei uns Menschen. Für Tiere mit Gewichtsproblemen oder Stoffwechselstörungen gibt es beim Tierarzt spezielles Diätfutter.

10. Nach dem Fressen um die Wette laufen
Natürlich brauchen Hund und Katze ausreichend Bewegung - während und nach den Mahlzeiten sollte man ihnen aber unbedingt Ruhe gönnen. Der Fressplatz sollte an einem ruhigen Ort liegen. Laufen, rennen, springen nach dem Fressen behindert die Verdauung, es kann zum Erbrechen - bei Hunden sogar zur lebensgefährlichen "Magendrehung" - kommen. Ein Schläfchen nach dem Fressen ist gesund - und danach macht der Spaziergang noch einmal soviel Spaß.

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